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Letzte Änderung
13.04.2011 |
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AKTUELLES AUS DEM VEREINSLEBEN 2011 |
Karte „Ortsbezeichnungen für Vogelbeobachtungen“
Die Flutung des Geiseltalsees westlich der Stadt Merseburg ist fast abgeschlossen.
Entstanden ist der größte künstliche See in Mitteldeutschland. Unter Ornithologen
und Naturfreunden ist er inzwischen als regelmäßiger Brutplatz des farbenprächtigen
Bienenfressers bekannt. Aber nicht nur diese interessante Vogelart hat das Gebiet für
sich entdeckt, sondern eine Vielzahl von weiteren Tier- und Pflanzenarten. Inzwischen
kommen Naturtouristen aus ganz Deutschland hierher und manch einer möchte seine
Beobachtungen an uns übermitteln. Dafür sind wir sehr dankbar und wir würden uns
freuen, wenn neben Angaben zur Art und dem Beobachtungdatum bei Ortsangaben die
Gebietsbezeichnungen der beigefügten Karte genutzt würden. Damit können wir die
Beobachtungen besser einordnen und noch gezielter Schutzmaßnahmen organisieren.
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Herbst/2009 |
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Sommer- und Herbst-Highlights in den Kiesgruben Burgliebenau im Jahr 2009
persönliche Beobachtungen unseres Vereinsmitgliedes Dave Bird
Bereits seit Mai war ein Männchen der Zwergdommel im Schilf anwesend. Am Abend des 31. Mai
zeigte es sich für einige Minuten, während es rief und letztendlich abflog. Das Zwergdommelpaar
war noch bis in den August zu hören.
Einige Entenarten hatten in diesem Jahr erfolgreich gebrütet. Die Kolbenente brütete mit
mindestens zwei Paaren. Ich konnte 9 und 3 Junge beobachten. Letztere wurden von einer
Stockente groß gezogen. Außerdem waren viele Schellenten mit Jungen zu sehen. Darüberhinaus
brüteten Graugänse, die Nilgans und die Brandgans erfolgreich.
Außergewöhnlich war eine Kurzschnabelgans, die ab dem 15. Juli zu beobachten war.
Am 19. Juni tauchten die ersten Seeschwalben auf. An diesem Tag beobachtete ich 1 Trauer- und
4 Flussseeschwalben. Am 21. gesellte sich noch eine adulte Weißflügelseeschwalbe in zu einigen T
rauerseeschwalben. Noch seltener war am 1. Juli eine adult Weißbartseeschwalbe, die nur für
ca. 15 Minuten anwesend war. Während dieser Zeit fing sie Insekten über der Kiesgrube und den
angrenzenden Feldern.
Greifvögel konnten regelmäßig beobachtet werden. So zum Beispiel am 1. Juli ein 3-jähriger
Seeadler und am 3. Juli ein adulter Adler. Einige Fischadler waren anwesend und zwei
Wespenbussarde konnten regelmäßig auf ihrem Flug zum Jagdgebiet östlich der Kiesgrube
beobachtet werden. Im August waren Baumfalken sehr oft zu sehen und manchmal hatte man die
Gelegenheit, sie bei der Libellenjagd mit ihren fantastischen Flugkünsten zu bewundern.
Wegen des hohen Wasserspiegels waren im Jahr 2009 nur wenige „Limis“ anwesend. Trotzdem gab
es immer noch ein gutes Artenspektrum zu sehen.
Am 2. September sichtete ich meinen ersten Silberreiher und gleichzeitig meinen letzten
Mauersegler. Am 11. September beobachtete ich vermutlich eine seltene Grasmückenart. Leider
verschwand der Vogel zu schnell im Schilf, so dass ich die Art nicht bestimmen konnte. Mitte
September erschienen die ersten nordischen Gänse im Gebiet.
Bemerkenswert war die Feststellung von mindestens 2 Moorenten und mindestens 2
Schwarzkopfruderenten. Am letzten Tag im Oktober hörte ich eine Schneeammer und konnte sie
auch einen kurzen Augenblick sehen. Vom Wallendorfer See riefen 2 Sterntaucher und auf der
anderen Seite meldeten sich 3 Singschwäne.
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08/2009 |
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Schöne Zeit in Döllnitz Kurzbericht von unserem Vereinsmitglied Dave Bird
Der 18. August 2009 war ein herrlicher Sommertag. Zusammen mit Heike fuhr ich in die Elster-
Luppe-Aue nach Döllnitz.
Gegen 19 Uhr kamen wir dort an. Zwei Weißstörche standen schnäbelklappernd auf ihrem Horst,
ein Fischadler saß auf einen Baumstamm und verzehrte einen soeben erbeuteten Fisch. Zur
gleichen Zeit waren 1 Raubwürger und 5 Neuntöter sowie einige „Limis“ zu beobachten.
Gegen 19.30 Uhr flog der Erste von 13 Schwarzstörchen ein und landete inmitten der offenen
Felder auf seinem Schlafbaum. Im Gegenlicht der Sonne und mit der Silhouette vom Chemiewerk
„DOW“ im Hintergrund“ sah es wunderschön aus!
Ganz früh am 22.August ging ich noch einmal in die Saale-Elster-Aue bei Döllnitz. Noch in der
Dämmerung saßen 2 Seeadler auf ihrem Schlafbaum am Waldrand. 12 Schwarzstörche, 2 Weißstörche,
20 Graureiher und 3 Silberreiher waren zu beobachten. Aber ganz erstaunlich war der Anblick
von ca. 300 Bienenfressern. Die farbenprächtigen Vögel haben vielleicht ganz in der Nähe
geschlafen und befanden sich auf dem Weg zur Insektenjagd.
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 Foto: Dave Bird |
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12/2008 |
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Siegfried Meißner verstorben
Am 3. Dezember 2008 verstarb unser Ehrenmitglied Siegfried Meißner
im Alter von 82 Jahren. 40 Jahre lang leitete er die Fachgruppe Ornithologie und Vogelschutz
Merseburg e.V. Er war Initiator und Organisator beim Ausbau des alten Wehrturmes "Dicker Heinrich"
am Merseburger Schloss.
Vielen Bürgern unserer Stadt ist er durch die Ausstellungen im "Dicken Heinrich", durch
Exkursionen sowie Vorträge bekannt. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahrzehnte
im ehrenamtlichen Naturschutz und wurde dadurch auch weit über unseren Landkreis hinaus bekannt.
Die Mitglieder unseres Vereins werden sein Andenken bewahren und die von ihm begonnene
Arbeit fortsetzen.
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 Foto: Herr P. Wölk |
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2008 |
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Herausgabe einer Postkarte "Der Wanderfalke"
Seit 2001 ist dieser imposante Falke Brutvogel
in der näheren Umgebung von Merseburg.
Das gab uns Anlass zur Herausgabe dieser
Karte. Wir würdigen damit das Engagement der
vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich über
Jahrzehnte dem Schutz dieser Vogelart widmen.
Unser Dank geht an Dr. G. Kleinstäuber für die
Bereitstellung des Fotos sowie der
EON Kraftwerke GmbH und des RKB Raffinerie-
Kraftwerks-Betriebes für ihre freundliche Unterstützung.
Foto: Herr Dr. G. Kleinstäuber, Postkarte: Manualfaktur
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03/2008 |
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Brutvogelerfassung des Turmfalken 2007
Der Turmfalke wurde vom NABU Deutschland zum „Vogel des Jahres 2007“ gekürt.
Als ursprünglicher Felsbrüter hat sich der kleine Falke oft in Städten und Dörfern angesiedelt.
Dort befinden sich seine Brutplätze auf Kirchtürmen, an höheren Gebäuden, Scheunen, auch an Schornsteinen
oder unter hohen Brücken. Durch umfangreiche Sanierungsarbeiten an den unterschiedlichsten Gebäuden und durch
moderne (Umwelt feindliche) Produktionsweisen in der Landwirtschaft hat der Turmfalke in den letzten Jahren
zunehmend Probleme mit dem Auffinden von Brutplätzen und mit der Nahrungsbeschaffung für die Jungvögel.
Um eine aktuelle Übersicht zum Brutbestand dieser Art zu erhalten, hat der NABU gemeinsam mit dem Dachverband
Deutscher Avifaunisten (DDA) und der Stiftung Vogelmonitoring zu einer bundesweiten Erfassung im Jahr 2007
aufgerufen.
Daran beteiligten sich neun Mitglieder der Merseburger Fachgruppe. Sie erhielten Unterstützung und
Informationen von Besuchern der Ausstellung im „Dicken Heinrich“ sowie durch Freunde und Bekannte. Es wurden
23 Messtischblattquadranten des Altkreises Merseburg-Querfurt untersucht, was einer Fläche von etwa 700 qkm
entspricht.
Folgende Brutplätze wurden kartiert:
- 29 x an Hochspannungsmasten in der Feldflur
- 27 x an Kirchen, Ruinen, Burgen, Türmen
- 25 x in Industriebetrieben
- 10 x an Brücken
- 7 x an Silo, Mühle, Stallanlage
- 8 x auf Laubbäumen
- 4 x an hohen Wohngebäuden und
- weitere 28 Brutreviere wurden ohne genaue Feststellung des Brutplatzes gezählt.
Insgesamt brüteten demnach 2007 mindestens 138 Turmfalkenpaare im Altkreis Merseburg-Querfurt
(entspricht 19,7 Brutpaare auf 100 qkm). Allein ein Drittel aller Bruten (43 Paare) erfolgte in speziell
für die Art angebrachten Nistkästen. Diese Kästen hingen in Industrieanlagen (DOW- Olefinverbund GmbH, Werk
Schkopau und im Chemiekomplex Leuna), an Hochspannungsmasten sowie unter Brücken. Damit wird deutlich, dass es
möglich ist dem exzellenten Mäusejäger gezielt zu helfen, und verloren gegangene Brutplätze durch das Anbringen von
Nistkästen zu kompensieren.
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| Zusammengestellt: A. Ryssel & U. Schwarz |
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08/2006 |
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Herausgabe einer Postkarte "10 Jahre Bienenfresser im Landkreis Merseburg-Querfurt"
Damit wollen wir diese neue
Vogelart für unseren Landkreis mehr in das Bewußtsein unserer Bürger
rücken und gleichzeitig für den Schutz werben. Die Postkarte
kann in unserer Ausstellung im "Dicken Heinrich "erworben werden.
Gleichzeitig erfährt man auf zwei Postern viel Interessantes über
die Bestandsentwicklung des Bienenfressers in Deutschland und aus
unserer Region. Unsere Aktuellen Beobachtungen des Jahres 2006
weisen einen Brutbestand von ca. 100 Paaren aus (Erfassungen sind
noch nicht abgeschlossen)
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07/2006 |
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Herausgabe eines Faltblattes "Vogelarten im Landkreis Merseburg-Querfurt"
Das Faltblatt ersetzt und ergänzt die alte Artenliste vom
Dez. 2004. Die Vogelarten sind nach den neuesten Erkenntnissen der
Systematik und mit der aktuellen Schreibweise aufgeführt. Zu jeder Art
werden Angaben zum Vorkommen (Kategorie, zum Brutstatus, und zum Status
außerhalb der Brutzeit gemacht. Die entsprechende Einstufung der Art nach
der aktuellen "Roten Liste" Sachsen-Anhalts ergänzt die Zusammenstellung. |

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::Aktuelles |
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