|
Letzte Änderung
06.04.2011 |
| |
|
ZIELE UND ANLIEGEN DER VEREINSARBEIT |
|
Die Fachgruppe hat sich das Ziel gesetzt, die heimische Vogelwelt systematisch und langfristig zu erfassen. Sie informiert über die
Artenvielfalt sowie Schutzwürdigkeit unserer Vogelwelt. Darüber
hinaus sind unsere Mitglieder im praktischen Vogelschutz aktiv. Sie
betreuen z.B. Artenschutztürme, Nistkästen für eine Vielzahl von
Vogelarten und kümmern sich um die Storchennester im Landkreis. Eine
lange Tradition besteht in der Erfassung von Wasservögeln in den
Wintermonaten im Rahmen von internationalen Zählungen sowie in der
Kontrolle von Brutvogelbeständen in unserer Region. Außerdem wirken
im Verein ehrenamtliche Vogelberinger. Damit wird die Vogelberingung
als wichtige Methode der Vogelforschung in unserer Fachgruppe
erlebbar. Seit 1968 informieren wir regelmäßig Besucher unserer
Ausstellungen im "Dicken Heinrich" über die Belange des Natur- und
Artenschutzes. Die Gestaltung und Betreuung dieser Ausstellungen
tragen die Mitglieder unseres Vereins.
|
|
|
|
|
MITGLIEDSCHAFT
|
|
Wer kann Mitglied werden?
Jede natürliche oder juristische Person des privaten oder öffentlichen
Rechts kann Mitglied werden. Jugendliche müssen mindestens ein Jahr eine
beitragsfreie Vormitgliedschaft durchlaufen (Mitarbeit in der Jugendgruppe
des Vereins!). Ihr späterer formloser, schriftlicher Aufnahmeantrag muss
die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten enthalten.
Unsere Mitglieder
Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sind 33 Vereinsmitglieder
eingetragen.
Unsere Beitragssätze und Arbeitsumlagen pro Jahr
Laut Beschluss der letzten Mitgliederversammlung am 26.02.2011 beträgt der Beitrag 18,-
EURO
Rentner, Vorruheständler, Arbeitslose, Wehrdienst und Freiwilligendienst, ALG II- bzw. Hartz IV-Empfänger 12,- EURO
Studenten, Schüler, Azubis, Sozialhilfe- und ALG II-Empfänger 6,- EURO.
Die Arbeitsumlage beträgt 2,50 EURO pro Stunde und wird fällig, wenn 6
Arbeitsstunden im Jahr zur Werterhaltung und Betreuung der Ausstellung im
"Dicken Heinrich“ nicht geleistet werden.
Wir freuen
uns über jedes neue Mitglied in unseren Reihen. Dabei ist eine
spezielle Artenkenntnis nicht unbedingt erforderlich, entscheidend
sind Interesse an der Natur- und Vogelbeobachtung sowie der Wunsch,
im Kreis Gleichgesinnter einer interessanten Beschäftigung
nachzugehen und Verantwortung für einen sinnvollen Umgang mit
unserer Natur und Umwelt zu tragen.
|
 |
|
|
DER VORSTAND
|
|
Auf der Mitgliederversammlung am 26.02.2011 wurde folgender Vorstand für zwei Jahre
gewählt:
1. Vorsitzender U. Schwarz
2. Vorsitzender M. Jungwirth
Kassenwart
G. Siebenhüner
Schriftführer T. Lengert
Beisitzer
W. Ufer
|
 |
|
|
ZUR GESCHICHTE DER
FACHGRUPPE
|
|
Über die Vogelwelt in Merseburg und Umgebung ist aus historischer Zeit
recht wenig bekannt. Aus der Literatur erfahren wir lediglich, dass der
Altmeister der deutschen Vogelkunde, Christian Ludwig Brehm, in der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts Vögel am Gotthardteich in Merseburg
beobachtete. Auch hielt sich sein Sohn, Alfred Edmund Brehm, der
Verfasser von Brehms Tierleben hier auf.
Der Merseburger Regierungsrat von Schlechtental (1830-1881) wurde am 6.
Januar 1875 auf der Gründungsveranstaltung des "Vereins für Vogelkunde" in
Halle zum 1. Vorsitzenden gewählt. Auf Grund des großen Zuspruchs dieses
Vereins erfolgte 1878 seine Umbenennung in "Deutscher Verein zum Schutze
der Vogelwelt". Der Merseburger Regierungs- und Forstrat von Wangelin
(1836-1915) war ebenfalls 1. Vorsitzender dieses Vereins. In einem Aufsatz
macht er uns 1891 mit der reichhaltigen Vogelwelt des Gotthardteiches
bekannt. Von Dr. Otto Taschenberg (1854-1922) erfahren wir in seiner
Arbeit "Die Avifauna in der Umgebung von Halle" auch etwas über die
Vogelwelt bei Merseburg. Dennoch, sind vogelkundliche Aufzeichnungen aus
unserer Umgebung aus der Zeit vor 1950 nur spärlich zu finden.
Als am 15.07.1940 in Halle der "Landesbund für Vogelschutz Sachsen-Anhalt
e.V." gegründet wurde, bildete sich in Merseburg eine Ortsgruppe. In den
Folgejahren leiteten diese Ortsgruppe: bis 1946 der Mittelschullehrer
Fricke, bis Februar 1950 Alfred Gerhard, bis 1952 der Oberschüler Martin Kirmse und bis 1957 sein Vater Walter Kirmse (1899-1967). In der
Amtsperiode von W. Kirmse begannen systematische Aufzeichnungen zur
Vogelwelt von Merseburg und Umgebung, nieder-geschrieben im 1954
eingerichteten Fachgruppentagebuch. Am 14.2.1957 wurde Dr. Rudolf Wartner
zum Vorsitzenden gewählt. Als dieser dann zum Vorsitzenden des
Bezirksfachausschusses "Ornithologie Halle" berufen wurde, wählten die
Fachgruppenmitglieder am 9.1.1961 Siegfried Meißner zum 1.Vorsitzenden.
Siegfried Meißner leitete die Geschicke der Fachgruppe 40 Jahre lang.
Seinem hohen persönlichen Einsatz und seinem Organisationstalent ist es zu
danken, dass die Fachgruppe über die Grenze des Landkreises hinaus bekannt
wurde. Dazu trug eine breite Öffentlichkeitsarbeit durch Vorträge,
Presseartikel bis hin zu Beiträgen in Rundfunk und Fernsehen bei.
Besonders hervorzuheben ist in dieser Zeit die Restaurierung und
Einrichtung des alten Wehrturmes "Dicker Heinrich" an der Nordostecke des
Merseburger Schlosses zum Sitz der Merseburger Ornithologen.
Seit 1. Juni 1968 zeigt hier der Verein in Eigenverantwortung Ausstellungen
zu wechselnden Themen des Natur- und Vogelschutzes. Siegfried Meißner
konnte sich auf einen Stamm erfahrener und zielstrebig arbeitender
Mitarbeiter verlassen. So erschien in seiner Amtsperiode 1981 eine Avifauna des Kreises Merseburg. Avifaunistische Erfassungen wurden
regional und überregional auf hohem Niveau organisiert und ein zentrales
digitales Beobachtungsarchiv eingerichtet. Einen besonderen Stellenwert
besitzt in dieser Zeit die wissenschaftliche Vogelberingung. Seit 1971 beringt die Fachgruppe jährlich am Helmestausee in Berga-Kelbra
Singvögel, Watvögel und Graureiher.
Bis zum Jahre 1990 arbeitete die Fachgruppe unter dem Dach des
Kulturbundes der DDR.
Mit Auflösung des Kulturbundes der DDR gründete sich am 15. Dezember 1990
die Fachgruppe neu als eingetragener und mittlerweile anerkannt
gemeinnütziger Verein unter dem bekannten Namen.
Am 21. Februar 2009 wählten die Vereinsmitglieder Udo Schwarz erneut zum 1.
Vorsitzenden des Vereins.
Zusammengestellt: G. Siebenhüner und U. Schwarz
|
 |
|